Über 30 Jahre volles Engagement – Rolf Herrmann blickt auf seine Zeit als Niederlassungsleiter und Technologie-Enthusiast bei SCHNEEBERGER USA zurück
Mit einem persönlichen Interview gibt Rolf Einblicke in seine Karriere bei SCHNEEBERGER: Von der Gründung der US-Niederlassung, über die Entwicklung wichtiger Märkte, bis zur Übergabe an die nächste Generation. Mit Freude an engem Kundenkontakt und Begeisterung für neue Schleiftechnologie hat Rolf viele Herausforderung mit Bravour gemeistert. Für seine wohlverdiente Pensionierung wünscht ihm das SCHNEEBERGER-Team nur das Best.
1. Wie hat sich das Unternehmen in Elgin in den letzten 30 Jahren verändert, und welche Entwicklungen hat dich persönlich am meisten beeindruckt?
Von zwei Büros und einer kleinen Fläche für Vorführungen und Ersatzteile zu unserem eigenen Gebäude mit einer Fläche von 1000 m². Etwa alle 10 Jahre sind wir gewachsen und mussten umziehen. Was mich an unserem Unternehmen immer beeindruckt hat, ist der Innovationsdrang, die aktuelle Produktpalette an Maschinenmodellen und die Software.
2. Was waren die größten Herausforderungen, denen Sie während Ihrer Zeit als Niederlassungsleiter gegenüberstanden, und wie haben Sie diese bewältigt?
Ich denke, sich gegen etablierte Wettbewerber zu behaupten und das Unternehmen mit Vertrieb und Service auszubauen. Beständigkeit gewinnt das Rennen. Es gab nie einen Moment, in dem man stillsitzen und sich deprimiert fühlen konnte.
3. Auf welche Erfolge und Meilensteine während deiner Karriere bei der Firma bist du stolz?
Ich bin stolz darauf, dass ich die Möglichkeit hatte, unser Gebäude zu kaufen und zu gestalten. Jürg Schneeberger hat mir diese wichtige Aufgabe anvertraut. Ich habe den Bau geleitet und verkaufte weiterhin Maschinen und leitete das Unternehmen. Die Erschließung der Märkte in Brasilien und Mexiko sind für mich ebenfalls Höhepunkte.
4. Welche Ratschläge würdest du jungen Führungskräften geben, die heute ihre Karriere beginnen?
Ein kleines Unternehmen führen bedeutet nicht nur, zu leiten und Aufgaben zu delegieren. Ich bin der Meinung, dass es unerlässlich ist, selbst mit anzupacken und mit gutem Beispiel voranzugehen, und niemals aufzugeben. Jeder neue Tag bringt neue Herausforderungen und Erfolge sowie Lösungen mit sich.
5. Wie hast du es geschafft, über so viele Jahre motiviert und engagiert zu bleiben?
Das ist wirklich eine Frage der Persönlichkeit. Ich bin ein sehr positiver Mensch, mein Glas ist immer halb voll. Natürlich haben wir alle Tage, an denen es bewölkt ist, aber am Ende des Tunnels gibt es
immer Licht. Das heißt nicht, dass es immer einfach war. Ich hatte auch die Unterstützung meiner Familie. Ich bin viel unterwegs, habe es aber immer geschafft, mich meiner Familie zu widmen und Zeit für sie zu finden.
6. Gibt es Projekte oder Initiativen, die du begonnen hast und die dir besonders am Herzen liegen?
Projekte wie die automatisierte Zelle für Pratt & Whitney sowie die Doppelmaschinenzelle für MAAG sind Ideen, die ich dem Werk vorgeschlagen habe. SCHNEEBERGER wird von Ingenieuren geführt, die stets bereit sind, einen Schritt weiterzugehen und großartige Lösungen umzusetzen.
7. Wie hat Ihre Arbeit Ihr Leben außerhalb des Unternehmens beeinflusst, und wie haben Sie ein Gleichgewicht zwischen Ihrem Berufs- und Privatleben gefunden?
Die Aufgabe, ein Unternehmen zu gründen, und sich den Respekt und das Vertrauen der Eigentümer zu verdienen, prägt die Persönlichkeit. Am Anfang war ich ganz auf mich allein gestellt, was mich zwang, sehr unabhängig zu werden. Und auch hier ist die Unterstützung meiner Familie der wichtigste Aspekt. Ich hatte die Freiheit, so flexibel zu arbeiten, dass ich Zeit als Vater und Ehemann verbringen konnte.
8. Was sind deine Pläne und Ziele für den Ruhestand, und gibt es Dinge, die du jetzt tun möchtest, für die du während deiner Karriere keine Zeit hattest?
Meine Frau und ich werden nach Phoenix Arizona, ziehen, wo wir mit unserem Wohnmobil den wunderschönen Westen bereisen, in den Bergen von Phoenix wandern und unsere kleine Oase mit Pool genießen werden. Außerdem restauriere ich gerade unseren 1968er Triumph Spitfire und kann es kaum erwarten, mit meiner Frau durch Arizona zu fahren.
9. Könntest du unser «neues» Team in kurzen Sätzen präsentieren?
Ich finde, wir haben eine großartige Mischung von Mitarbeitern. Christian Straub wird die Leitung des Unternehmens übernehmen, aber auch ein Vertriebsgebiet betreuen. David Zurowski verfügt über umfangreiches Werkzeugwissen sowie ein ausgeprägtes Verständnis für Maschinen und den kommerziellen Vertriebsaspekt. Carl Cavallo betreut die Westküste im Vertrieb und Service, eine großartige Kombination. Ohne Erwin Pfister läuft nichts. Er und sein großartiges Team sorgen dafür, dass unsere Kunden zufrieden sind, die Maschinen laufen und Anwendungsprobleme gelöst werden. Natürlich sind auch unsere Support-Mitarbeiter in der Verwaltung und im Lager gut ausgebildet, schon lange bei uns und ebenso unverzichtbar.
Herzlichen Dank Rolf. Es war uns eine große Freude mit dir zusammen zu arbeiten!

